Rückblick: Eine Kantate von Johann Sebastian Bach – geistlich und musikalisch erschlossen.
Am vergangenen Wochenende (17.-19.04.2026) fand die Veranstaltung zur Kantate „Du wahrer Gott und Davids Sohn“ (BWV 23) von Johann Sebastian Bach, statt und knüpfte an die Reihe der vergangenen Jahren an, in denen bereits andere Kantaten auf vergleichbare Weise erschlossen wurden. Unter der Leitung von Pfr. Dr. Christian Hartl und Domkapellmeister Stefan Steinemann wurde auch diesmal ein vielschichtiger Zugang zu einem besonderen Werk der geistlichen Musik eröffnet.
Im Mittelpunkt stand sowohl die theologische als auch die musikalische Erschließung der Kantate, die durch mehrere Besonderheiten hervorsticht – etwa ihre ungewöhnliche Besetzung mit Zink und drei Posaunen sowie die Verbindung ihres Schlusschorals mit der zweiten Fassung der Johannespassion.
Zu Beginn wurde der zugrunde liegende biblische Text beleuchtet und seine Umsetzung in der Kantatendichtung nachvollzogen. Anschließend erhielten die Teilnehmenden im Rahmen eines werkstattartigen Gesprächs lebendige Einblicke in die musikalische Gestaltung des Werkes. Besonders bereichernd war hierbei die Mitwirkung von vier Domsingknaben sowie des Kapellmeisters, die zentrale Aspekte anschaulich vermittelten und die Musik praktisch erfahrbar machten.
Den Abschluss bildete der gemeinsame Weg in den Augsburger Dom, wo die Kantate im gottesdienstlichen Kontext aufgegriffen wurde. Dieser Übergang von der theoretischen und praktischen Erschließung hin zur liturgischen Aufführung verlieh der Veranstaltung eine besondere Geschlossenheit und machte sie zu einem eindrucksvollen Erlebnis.





