„Das Weite suchen“ – Ausstellung im Exerzitienhaus eröffnet
Mit einer gut besuchten Ausstellungseröffnung ist am Sonntag im Exerzitienhaus St. Paulus in Leitershofen die Ausstellung „Das Weite suchen“ mit Arbeiten der Malerin Kathrin Schneider gestartet. Rund 60 Besucherinnen und Besucher waren zur Eröffnung gekommen und nutzten anschließend die Gelegenheit, die Werke der in Karlsruhe lebenden Künstlerin in den Gängen des Hauses zu entdecken.
Für die musikalische Gestaltung sorgten die beiden Geigerinnen Letizia Kopp und Miriam Maier aus Landsberg. Ihr frisches und lebendiges Spiel setzte einen passenden Auftakt für die Begegnung mit den Bildern.
In ihrer Einführung näherte sich die Stadtberger Künstlerin Brigitte Heintze den Arbeiten über das Zusammenspiel von Raum und Fläche, das viele der Bilder prägt. Zugleich hob sie das Moment des Spiels hervor. In Anlehnung an Friedrich Schiller erinnerte sie daran, dass das Spiel wesentlich zum Menschsein gehört. Dieses Spielerische sei auch in Kathrin Schneiders Arbeiten spürbar – sowohl in den Bildern selbst als auch in der Präsentation der Werke, etwa wenn Groß- und Kleinformate oder kontrastierende Farben miteinander kombiniert werden.
Der Direktor des Hauses, Dr. Christian Hartl, nahm in seinem Grußwort Bezug auf den Ausstellungstitel. Exerzitien seien ein Weg, im Leben und im Glauben Weite zu finden. In diesem Sinne könnten die Arbeiten von Kathrin Schneider Besucherinnen und Besuchern helfen, beim Aufenthalt im Haus neue Weite zu suchen und zu entdecken – durch ihre Tiefe, Vielseitigkeit und ihre Offenheit für unterschiedliche Deutungen.
Die Kuratorin der Ausstellung, Daniela Kaschke, dankte allen, die zur Realisierung der Ausstellung beigetragen haben, besonders der Künstlerin Kathrin Schneider für die gute Zusammenarbeit sowie den Musikerinnen und der Rednerin Brigitte Heintze für ihre wertvollen Impulse.
Bei frühlingshaftem Wetter klang die Ausstellungseröffnung in Gesprächen und beim Rundgang durch die sonnendurchfluteten Gänge des Hauses aus. Die Arbeiten von Kathrin Schneider sind noch bis zum 10. Mai im Exerzitienhaus zu sehen.